Elternzeit & Mindset

Geld verdienen in der Elternzeit: deine Möglichkeiten im ehrlichen Vergleich

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Das Elterngeld ist da, und trotzdem bleibt am Monatsende zu viel Monat übrig? Damit bist du nicht allein. „Geld verdienen in der Elternzeit“ gehört zu den häufigsten Suchen frischgebackener Mamas, und die meisten Antworten darauf sind entweder Behörden-Kauderwelsch oder Klickstrecken mit 37 halbgaren Ideen. Hier kommt die ehrliche Version.

Die kurze Antwort vorweg: Ja, du darfst in der Elternzeit Geld verdienen, bis zu 32 Stunden pro Woche. Die spannendere Frage ist, womit es sich für dich lohnt: als reiner Zuverdienst, der mit der Elternzeit endet, oder als Start in etwas, das danach weiterwächst.

Ein wichtiger Hinweis vorab: Wir sind Fotografen und teilen hier unsere Erfahrung und Recherche (Stand: Juli 2026), das ist keine Rechts- oder Steuerberatung. Verlässliche Auskünfte für deine Situation bekommst du kostenlos bei deiner Elterngeldstelle und deiner Krankenkasse.

Die Spielregeln in drei Sätzen

Erstens: In der Elternzeit darfst du bis zu 32 Stunden pro Woche arbeiten, angestellt oder selbstständig. Zweitens: Solange du Elterngeld beziehst, wird dein Verdienst angerechnet und dein Elterngeld neu berechnet, es lohnt sich also zu rechnen, bevor du loslegst. Drittens: Deine Krankenkasse will wissen, ob du haupt- oder nebenberuflich arbeitest, denn davon hängen deine Beiträge ab.

Alle Details, Grenzen und Fallstricke haben wir im großen Ratgeber Selbstständig in der Elternzeit auseinandergenommen. Wie das Elterngeld bei Selbstständigen konkret berechnet wird, steht in Elterngeld für Selbstständige. Hier geht es um die Frage davor: Welche Möglichkeit passt überhaupt zu dir?

Deine Möglichkeiten im Überblick

Sechs Wege, ehrlich eingeordnet. Nicht jeder passt zu jedem Alltag, und das ist okay:

  • Minijob beim alten Arbeitgeber: unkompliziert und planbar, dein Chef kennt dich. Aber der Verdienst wird während des Elterngeld-Bezugs voll angerechnet, und der Minijob endet dort, wo er angefangen hat.
  • Teilzeit im alten Job: das sicherste Einkommen und ein echter Wiedereinstieg. Dafür brauchst du verlässliche Betreuung, und flexibel ist daran wenig.
  • Freelancen im alten Beruf: guter Stundensatz ab Tag eins, wenn dein Beruf das hergibt (Buchhaltung, Design, Pflege-Beratung, Text). Du bleibst allerdings im alten Hamsterrad, nur ohne Festanstellung.
  • Aussortieren und online verkaufen: Kinderklamotten und Dachbodenfunde bringen schnell ein paar hundert Euro. Ehrlich gesagt: Das ist ein Kassensturz, kein Einkommen, irgendwann ist der Schrank leer.
  • Umfragen, Microjobs, Cashback-Apps: die Klassiker aus den Klickstrecken. Rechne den Stundenlohn aus, er liegt oft unter fünf Euro. Für die Stillzeit-Beschäftigung okay, für mehr nicht.
  • Ein eigenes kleines Business: braucht am längsten bis zum ersten Euro und verlangt dir am meisten ab. Es ist aber die einzige Option auf dieser Liste, die wächst, statt zu enden.

Zuverdienst oder Aufbau: der Unterschied, der alles ändert

Die ersten fünf Möglichkeiten haben eines gemeinsam: Sie enden mit der Elternzeit. Danach stehst du wieder am Anfang, nur eben mit etwas Geld dazwischen. Ein eigenes Business dreht die Logik um: Die Elternzeit wird zur Anlaufphase, in der du lernen, üben und die ersten Kundinnen gewinnen kannst, ohne dass die Familienkasse davon abhängt. Warum die Elternzeit dafür ein besseres Startfenster ist als jede andere Lebensphase, haben wir an anderer Stelle aufgeschrieben.

Das heißt nicht, dass der Minijob falsch ist. Wenn du schlicht 400 Euro im Monat brauchst, ist er die schnellste Lösung. Es heißt nur: Wenn du sowieso Zeit und Energie investierst, darfst du dich fragen, ob dabei nicht mehr herauskommen soll als ein Stundenlohn.

Was wird aufs Elterngeld angerechnet?

Das Grundprinzip: Elterngeld ersetzt Einkommen, das wegfällt. Verdienst du während des Bezugs wieder etwas, ersetzt es nur noch die Differenz. Grob gerechnet: Lag dein Netto vor der Geburt bei 2.000 Euro und verdienst du jetzt 500 Euro dazu, bekommst du Elterngeld nicht mehr auf 2.000, sondern nur noch auf die fehlenden 1.500 Euro. Unter den Mindestbetrag von 300 Euro fällt das Basiselterngeld dabei nie.

Deshalb der Timing-Tipp, der in kaum einer Klickstrecke steht: Die Elternzeit dauert oft deutlich länger als der Elterngeld-Bezug. Viele Gründerinnen legen die Aufbauphase mit wenig Gewinn in die Bezugsmonate und lassen das Business erst danach richtig Geld verdienen. Dann gilt nur noch die 32-Stunden-Grenze, und angerechnet wird nichts mehr. Wie du die Anmeldung praktisch angehst, zeigt dir unsere Gewerbe-Anleitung für die Elternzeit.

Unser Weg: mit der Kamera durch die Elternzeit

Linda hat 2020 in ihrer Elternzeit mit der Fotografie begonnen: erst lernen im Mittagsschlaf, dann Familie und Freundinnen vor der Kamera, dann das erste bezahlte Shooting. Daraus wurden über 500 Familien-Shootings und am Ende dieses Projekt hier. Wie dieser Weg genau aussieht, liest du in Fotografin werden in der Elternzeit, und ob sich das finanziell wirklich trägt, rechnen wir in Mit Fotografie Geld verdienen ehrlich vor.

Du bist unsicher, ob Fotografie überhaupt dein Ding ist? Dann schau in unseren ehrlichen Ideen-Vergleich für Mamas, da ordnen wir die Alternativen ein.

Häufige Fragen zum Geld verdienen in der Elternzeit

Wie viel darf ich in der Elternzeit dazuverdienen?

Zeitlich: bis zu 32 Stunden pro Woche. Eine feste Geldgrenze gibt es nicht. Solange du Elterngeld beziehst, wird dein Einkommen aber angerechnet und das Elterngeld neu berechnet. Nach dem letzten Bezugsmonat darfst du innerhalb der 32 Stunden verdienen, so viel du kannst.

Muss ich der Elterngeldstelle Bescheid geben?

Ja. Einkommen während des Bezugs meldest du der Elterngeldstelle, sonst drohen Rückforderungen. Für eine selbstständige Tätigkeit in der Elternzeit brauchst du außerdem grundsätzlich die Zustimmung deines Arbeitgebers, die Details dazu stehen in unserem Regel-Ratgeber.

Geht das auch ganz ohne Elterngeld-Kürzung?

Während des Bezugs kaum, sobald echter Gewinn da ist. Genau deshalb funktioniert die Reihenfolge: Aufbauphase mit Investitionen und wenig Gewinn in die Bezugsmonate legen, verdienen danach. Und denk daran, dass Ausgaben für Kamera, Website oder Weiterbildung deinen Gewinn mindern.

Aus dem Zuverdienst kann dein eigenes Ding werden

Ob Minijob oder Gründung: Rechne einmal ehrlich durch, was deine Stunde wert ist und wo sie hinführt. Wenn du spürst, dass du mehr willst als überbrücken, und dir vorstellen kannst, dass die Kamera dein Werkzeug wird, dann ist unser Businesskurs für dich gebaut: fünf Monate, von der ersten Kamera-Einstellung bis zu zahlenden Kundinnen, mit Live-Call jeden Sonntag um 10 Uhr. Nächster Start: 28. Februar 2027, 30 Plätze.

Kostenlos, jederzeit abmeldbar. Alle Details zum Kurs: zur Businesskurs-Seite.

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